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Aktuelles

Eröffnungsausstellung  Humboldt-Atelier

Vernissage 4.Juni 2019
19:00 Uhr
Voltastraße 1 / Eingang Humboldstraße

Öffnungszeiten: Mo und Di 11:00 bis 15:00 Uhr Do 10:00 bis 18:00 Uhr und
nach Vereinbarung Tel:  0151 701 74 022

HIMMEL & HÖLLE to go

Jedes Jahr, am ersten Samstag im Mai, kann man das Blaue Nacht-Orakel befragen. Nach dem Eintritt durch das Himmelstor blickt man auf einen Kiosk, an dem man das Blaue vom Himmel, auf ein Stück Stoff gehaucht bekommt.

Unter einem Himmelsdach meint man Harfenklänge und das Frohlocken der Glückseligen aus der dreibeinigen Terrine zu hören, die mit leuchtend blauen Himmelluftpartikeln gefüllt ist. Sie wurden von unzähligen, winzig kleinen Engelchen mit himmelblauen Flügeln gesammelt.

Die Zeremonie beginnt. Himmlischer Nektar aus dem Tau, der sich in lauen, hellen Mittsommernächten, auf dem Blau zwischen den Wolken gesammelt hat, wird jetzt auf kleine Stoffteile gegossen. Der betörende Duft der Wonnetröpfchen wird mit einem Fächer verteilt. Die aufsteigenden, blumig liebreizenden Dämpfe wirken berauschend. Während dieser Zeremonie wird der himmlisch blaue Staub unter Zugabe des kostbar süßen Nektars in einem Kristallgefäß streichfähig gemacht und mit zartester Anmut mit einem edlen Pinsel auf kleine feine Leinenblätter verteilt. Anschließend werden die bestrichenen Stofftüchlein behutsam mit einem Hauch von himmelblauem Staub gepudert und in eine Schachtel „to go“ gelegt.

Das Ritual muss streng eingehalten werden und vollendet sein, bevor die Sanduhr abläuft, die mit blauem Himmelhagelzucker gefüllt ist. Deshalb werden die Besucher gebeten sehr zu aufmerksam sein.

Im Karton ist aber noch Platz für ein zweites Stück Rupfen. Nach dem Einlass am Höllentor steigt man die Stufen hinab zum schmutzigen Höllenkiosk. Dort hört man noch leise die Schreie und Flüche der Verdammten aus der Tiefe des mit Ruß und Asche gefüllten Topfes. Garstiger Gestank von Pech und Schwefel steigt auf. Aus einem tiefen dunklen Brunnen im Burggraben, wurde in schwärzester rauer Winternacht der teuflische Ausfluss heraufbeschworen. Mit dieser feurigen verbotenen Paste wird am Rand des Bottichs der schwarze Staub des Bösen zu einem Aufstrich verarbeitet. Hier geht es nicht so zimperlich zu. Wehklagen hilft nicht. Derb und grob wird die Asche mit dem blutroten, scharf stinkenden Schleim in einer Kupferpfanne zu einem grässlichen Brei geschlagen und auf den Fetzen geschmiert. Der Sündenpfuhl am Ende mit bitterem Ruß gewürzt.

Die schwarze Teeruhr kennt aber auch hier keine Gnade. Damit sich niemand besudelt muss alles schnell in die Schachtel.

Haben Sie es lieber teuflisch scharf oder zuckersüß? Sie bekommen beides. Wer noch nicht weiß, ob er am Ende in der Himmelsterrine oder im Höllenkessel landen will, kann sich hier einen Vorgeschmack holen. Wenn der Karton mit dem Staub der Tugendhaften und den Überresten der Verdorbenen gefüllt ist, darf man die Hölle wieder verlassen und den Imbiss mit nach Hause nehmen. Wer daran schnuppert wird benebelt und kann in diesem Zustand seine Zukunft daraus lesen.

Vorsicht! Nicht essbar!

Eine Interaktive Performance an einer Installation von Petra Krischke Blaue Nacht 2019 Station Kunstvilla Nürnberg. Im Anhang ist das Programmheft, auf Seite 29 ist mein Projekt.

Besucherpreis

Dieses Bild kann man gewinnen, wenn man ein Ticket für die Blaue
Nacht hat. Wer seinen Stimmzettel abgibt, nimmt an der Verlosung teil.

blue meets night
Objektbild mit wandernder Sonneneinstrahlung, Pigment mit Stickerei
53x43cm
2019

Kiosk : So etwa wird der Kiosk aussehen.

Hüte: Die Vorbereitungen für die Performance sind im Gang.

Mantel: diesen Mantel werde ich tragen

Besucherpreis

Dieses Bild kann man gewinnen, wenn man ein Ticket für die Blaue
Nacht hat. Wer seinen Stimmzettel abgibt, nimmt an der Verlosung teil.

blue meets night
Objektbild mit wandernder Sonneneinstrahlung, Pigment mit Stickerei
53x43cm
2019

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